Was Sie zu häufigen
Krankheiten und zu
Behandlungs-Möglichkeiten eines normalerweise kleinen,
aber wichtigen Organes vielleicht interessiert, was Sie bei einer
Untersuchung erwartet, welche
Verfahren möglicherweise zur Anwendung kommen und was wir von
Ihnen wissen wollen...
Bilder zu den einzelnen Untersuchungs-Verfahren haben wir auch gemacht. Wir bitten um etwas Geduld beim Laden, glauben aber, es lohnt sich...
Einen ersten Überblick über vermeidbare und andere Krankheiten und deren Häufigkeit bei unseren Patienten haben wir in einer Tabelle zusammengestellt.
Die meisten Schilddrüsenerkrankungen sind durch Jodmangel in der Ernährung bedingt. Im süddeutschen Jodmangelgebiet wird, auch bei bewusster Ernährung, nur etwa ein Viertel dieses wichtigen Spurenelements aufgenommen. Die Schilddrüse reagiert auf Jodmangel mit einer Vergrößerung, frühem Verschleiß und der Ausbildung von Verhärtungen ("Knoten"). Funktionsstörung der Schilddrüse, Über- und Unterfunktion, sind eher selten, und haben andere, oft ererbte Ursachen.
Folglich ist die regelmäßige Verwendung von Jodsalz im Haushalt zu empfehlen. Bei vielen Menschen reicht auch dies nicht aus, insbesondere nicht bei Schwangeren und stillenden Müttern. Erst wenn alle Gaststätten, Kantinen, Metzger und Bäcker auch Jodsalz verwenden würden, könnte die von der WHO empfohlene Jodmenge von 0,2 Milligramm (2g/10.000!) durch die Nahrung aufgenommen werden. Deshalb ist bei Heranwachsenden sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit zusätzlich oft die Einnahme einer Jodid-Tablette erforderlich. Es handelt sich nicht um ein Medikament, sondern lediglich um eine Ergänzung der Ernährung mit dem essentiellen Spurenelement Jod, also eher um ein Vitamin.
Manchmal reicht schon die Gabe einer Jodtablette aus, eine geringfügig vergrößerte Schilddrüse zurückzubilden.
Meist aber wird die Einnahme von Schilddrüsenhormon-Tabletten erforderlich, oder einer Kombination von Jod und Schilddrüsenhormonen. Hierdurch wird die Schilddrüse entlastet, indem sie die in der Tablette enthaltenen Hormonmenge nicht selbst herstellen muß. Nebenwirkungen sind bei richtiger Dosierung nicht zu erwarten, da der Körper nicht zwischen dem eigenen und dem eingenommemen Wirkstoff unterscheidet. Die Einnahme von Schilddrüsenhormonen sollte zunächst für zwei Wochen mit der halben Dosis beginnen. Die Tabletten müssen regelmäßig und auf nüchternen Magen eingenommen werden, am besten 10 Minuten vor dem Frühstück. Sinnvoll ist es, die morgendliche Tabletteneinnahme mit einer anderen regelmäßigen Verrichtung wie Zähneputzen oder Kaffeeaufsetzen zu verbinden.
In einer Schwangerschaft dürfen Schilddrüsenhormon-Präparate nicht abgesetzt werden, es ist meist sogar eine Erhöhung der Dosis erforderlich oder die zusätzliche Gabe von Jod.
Operationen der Schilddrüse können durch eine rechtzeitige medikamentöse Behandlung vermieden werden. Sollte jedoch ein chirurgischer Eingriff erforderlich werden, so ist dies heutzutage nur noch mit einem sehr geringen Risiko verbunden, und einem Krankenhausaufenthalt von etwa einer Woche. Gerade nach einer Schilddrüsenoperation ist aber die medikamentöse Weiterbehandlung erforderlich, um bei entsprechender Veranlagung das erneute Auftreten einer Schilddrüsenvergrößerung zu verhüten.
Bei speziellen Krankheitsbildern, wie überaktiven Schilddrüsenknoten (autonomen Adenomen), kann anstelle der Operation eine Strahlenbehandlung durchgeführt werden, die Radiojod-Therapie. Hierbei wird die individuell berechnete Dosis eines radioaktiven Medikamentes verabreicht. Dieses gelangt ausschließlich in die Schilddrüse und bestrahlt dort gezielt das kranke Gewebe. Andere Organe werden nicht in beeinträchtigt, Nebenwirkungen sind noch seltener als bei einem chirurgischen Eingriff. Die stationäre Behandlung mit Radiojod wird in allen Bundesländern in speziell ausgerüsteten Krankenhäusern durchgeführt; wir nennen Ihnen gerne Adressen in Ihrer Region.
Sollte eine stationäre Behandlung erforderlich werden, sind wir Ihnen gerne behilflich bei der der individuellen Auswahl einer Klinik und bei der Vereinbarung eines Aufnahme-Termins. In der Regel können die notwendigen Vor- und Nachuntersuchungen der Schilddrüse heimatnah und ambulant erfolgen.
Stets bemühen wir uns, Sie über unseren Behandlungsvorschlag ausführlich zu informieren, und Ihnen unsere Befunde zu erklären. Bitte fragen Sie nach, wenn Unklarheiten bleiben!
Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir Schilddrüsenuntersuchungen aufgrund der Kapazität unserer Geräte und Mitarbeiter nur nach telefonischer Terminabsprache durchführen können. Nennen Sie uns bitte bereits bei der Anmeldung den Arzt, von dem Sie untersucht werden möchten.
Am Morgen der Untersuchung müssen Sie nicht nüchtern bleiben. Allerdings sollten Sie an diesem Tag auf die Einnahme Ihrer Schilddrüsenmedikamente verzichten. Günstig wäre es, wenn Sie am Untersuchungsmorgen Ihre Kleidung so wählen könnten, daß der Hals leicht zugänglich ist; auch Halsschmuck sollte vor der Untersuchung abgelegt werden.
Die erforderlichen Untersuchungen sind weder schmerzhaft noch gefährlich. Welche Verfahren im einzelnen bei Ihnen angewendet werden, richtet sich nach der Anforderung des überweisenden Arztes, aber auch nach dem Verlauf des Untersuchungsgangs. Einen Überblick über unsere Möglichkeiten gibt Ihnen das nächste Kapitel.
Wir werden uns bemühen, Sie über alle Vorgänge und Befunde gewissenhaft zu informieren. Der endgültige Befund
steht jedoch erst nach Auswertung der Bluttests, szintigrafischen Aufnahmen usw. fest. Ihr Hausarzt wird etwa eine
Woche nach dem Untersuchungstermin einen abschließenden Befundbericht mit detaillierten
Behandlungsvorschlägen erhalten. Bitte besprechen Sie die Ergebnisse dann mit ihm.
Im Laufe der Untersuchung werden Sie mit einem oder mehreren der folgenden Verfahren Bekanntschaft machen:
Fotografien zur Untersuchungstechnik und zu typischen Befunden finden Sie hier.
Wir bitten, vor Beginn der Untersuchung die folgenden Fragen zu überdenken und dem Arzt dann zu beantworten: